Freitag, 10. Mai 2013

Blenhome


Willkommen zurück auf unserem Blog^^. Es tut uns wirklich Leid, dass wir so lange nix von uns hören lassen haben, wir waren mega faul die letzten paar Monate…
Titelerklärung: uns is die Stadt mit der Zeit richtig ans Herz gewachsen und wir haben uns voll gut eingelebt (würden sogar schon sagen, dass es unsere zweite Heimat ist), deshalb nennen wirs anstatt Blenheim jetz immer Blenhome^^
Wie im letzten Eintrag schon erwähnt, sind wir zusammen mit einigen anderen Deutschen in ne Dopppelhaushälfte gezogen, weil das deutlich billiger kommt als in einem Hostel zu wohnen. Die Gruppe hat sich ungefähr 4 Monate größtenteils nicht verändert, auch wenn einige von uns des Haus zwischendurch fürs Reisen verlassen haben. Wir sind übrigens die einzigen von denen, die ein volles Jahr wegbleiben, deshalb konnten wir auch ohne Zeitdruck die ganze Zeit über in Blenheim bleiben.
Das Haus war laut Eigentümer „topmodern, nur 6 Jahre alt, Fenster doppelt verglast!!, zweistöckig!!“. In Wirklichkeit wars halt n Haus wie jedes andere hier, an heißen Tagen wars innen genauso heiß wie draußen, an kalten Tagen wars oben so kalt wie draußen (es gab nur unten einen Heizlüfter/Klima-Anlage, keine Heizungen im ganzen Haus). Der Boden hat überall geknarzt, die letzten 2 Monate hat der Boiler regelmäßig lauthals gesungen (direkt neben Livis Bett) und an sonnigen Tagen gabs nur kaltes Wasser vom späten Vormittag bis Abends (Die erste Frage war immer „gibt’s warmes Wasser?“ als wir vom arbeiten heimgekommen sind^^) und der Boden war Teppich und Linoleum. Aber da könnte man jetzt noch ewig weiter schreiben…
Noch ein kleiner Nachtrag: Wir habens euch nicht erzählt, damit ihr euch nicht unnöig sorgen macht^^ Einige von euch wissen ja inzwischen schon von dem Einbruch. Der war nicht wirklich verwunderlich, weil wir in der „hood“ (wahlweise auch „Bronx“) von Blenheim gewohnt haben. Es ist die schlechteste Wohngegend der Stadt, wo viele Mongrel Mob-Mitglieder wohnen, außerdem gibt’s mindestens 4 Weed-Häuser im Umkreis von 100m. Mehrmals wöchentlich stehen Polizei-Autos bei den Nachbarn und nächtliche street-fights kamen auch vor.  Aber das nur am Rande…:) kein Grund sich Sorgen zu machen.
Auch Blenhomes Nightlife ist nicht zu verachten. Der beliebteste Club ist ohne Zweifel The Loft. Das Loft ist sehr klein, die extrem mainstreamhafte Playlist der lokalen DJs kann man sogar noch betrunken nach dem 2. Mal auswendig, das Publikum sind größtenteils Deutsche und leicht ‚slutty’ Kiwi-girls (wir wissen auch nicht warum, aber ein ganz beliebtes Modephänomen sind Chucks zu kurzen Kleidchen oder Röckchen. Das ‚-chen’, weil die nicht selten nichmal den Hintern bedecken konnten) und bei den Kiwi-guys waren Rattails, Achselshirts (wenn’s geht mit Brusttasche), ziemlich kurze Hosen und Socken, die bis zur Mitte vom Wadel hochgezogen wurden ganz beliebt. Keine Ahnung wie, aber die Loftabende sind uns zur Routine geworden und wir warn fast jedes Wochenende dort :D Die Sonntage konnte man meistens vergessen, weil wir da nur faul rumgelegen sind und uns erholt haben^^
Ein paar einschneidende Samstags-Erlebnisse waren:
Eine zerbrochene Windschutzscheibe, nachdem der Eigentümer des Autos auf dem Dach getanzt hat.
Ein Überfall, bei dem eine Nase zu Bruch ging und ein Geldbeutel verschwand (nicht unsere).
Ein netter Polizist, der damals unseren Einbruch aufgenommen hat, hat uns mal einfach so heimgefahren (wir saßen zu viert auf der Rückbank). Mit Rot-blaulicht und Sirene natürlich :D.

Die Äna hat dann nach Sylvester ihren Cloudy Bay Winery Job zurück bekommen….einerseits bisschen doof, ich war als einzige nicht aufm Vineyard, andererseits auch ganz  gut, weil ich war die einzige Deutsche. Mein Englisch hat sich dadurch glaub ich endlich mal wenigstens n bisschen verbessert. Weiter gings also mit banning off (pro Person täglich ca. 12000 Weinflaschen vom Fliesband in riesige Holzkisten im Europalettenstil einschlichten. Wenn man seine unteren Rücken- und hintere Oberschenkelmuskeln trainieren will kann man des machen^^ Man muss sich dauernd bücken), banning on (das Gegenteil davon), depaletting (leere Flaschen mit bescheuerten Maschinen aufs Fließband befördern damit die befüllt werden können. Des is ziemlich stressig^^), cases (die Kartons in die Maschine laden in der sie aufgefaltet werden und der Boden zugeklebt wird),  inners/dividers (Papp-Trennvorrichtungen in die schon befüllten Cases stecken), delabelling (Labels die nicht perfekt genug waren abkratzen und dann noch den Kleber mit nem Zeug abputzen des auch die Haut an den Händen abgelöst hat), etc…. Jede Stunde wird dann durchgetauscht. An der sparkling line (da hats immer frostige 16° gehabt) gabs noch Andere sachen zu tun, aber ich will euch nicht langweilen^^ hab ich wahrscheinlich eh schon. Eine Sache, die vielleicht trotzdem ganz interessant ist: Bei der Sektherstellung gärt fertiger Wein ja nochmal mit Hefe, die dann wieder rausgeholt wird. Leider kommt da auch jede jede menge CO2 mit. Macht krass müde! An einer Position muss man sich auf nen Stuhl setzten und bei den vorbeifahrenden Flaschen die Levels korrigieren, Hat zum Glück niemand gemerkt, dass ich da einmal wirklich eingeschlafen bin^^ Ich muss aber zu meiner Verteidigung sagen, dass ich nicht die einzige war…Am Ende wars wirklich hart den Job nicht zu schmeißen, hab oft drüber nachgedacht, aber die Arbeitskollegen waren ganz lustig und ich hatte –im Gegensatz zu den anderen- garantiert 8h am tag, 5 Tage die Woche Arbeit.
Die letzte Woche musst ich dann noch mit der lieben Deirdrie das ganze Cloudy Bay Gelände aufräumen und von Unkraut befreien, weil der Bigboss aus Frankreich kommen sollte. Gar nicht mal sooo schlimm, wenn meine adipöse Kollegin doch nur nicht so faul gewesen wäre…ich glaub am Ende hatte sie schätzungsweise 20% von dem ganzen Unkraut entfernt, ich den Rest. Sie hatte zwar auch noch die andere Aufgabe, die Paletten neu zu ordnen, aber des hätte nen Durchschnitts-Gabelstaplerfahrer 4 Stunden gekostet, sie hat es tatsächlich auf über 3 Tage ausgedehnt, außerdem den Forklift im Kies festgefahren und gleich darauf fast nen Toyota Hillux. Die konnte einem wirklich den letzten Nerv rauben. Zum Glück waren die anderen CB-Mitarbeiter ganz nett und sind immer zum Ratschen vorbeigekommen, Deirdrie genießt da nämlich einen eher zweifelhaften Ruf…
Mitte April hat aber die Vintage (Lese) angefangen und für die Zeit wird die Produktion eingestellt. Zum glück hat ein Kiwiarbeitskollege von CB mir nen Job auf den Vineyards besorgt. Nach ca. einer Woche sind dann Livi und Sarah mit zu meiner Arbeit gekommen, weil da immer so 10h am Tag Trauben gepflückt wurden.
Macht eigentlich Spaß, wir hatten auch das Glück richtig entspannte Supervisor erwischt zuhaben :). Man sollte nur aufpassen sich nicht in die Finger zu schneiden. Passiert gar nicht zu selten, man sieht ja seine Hände vor lauter Blättern nicht. Einmal hat die Äna sich aber so doll geschnitten, dass die ganze Hand rot geglänzt und getropft hat, der Schnitt war aber nur ca 3 mm lang und nicht tief…hat auch nicht wehgetan, ist bloß bisschen peinlich, wenn die Tonga-Supervisor sich dann gegenseitig lauthals irgendwas zurufen und sehr laut lachen…:D trotzdem warn die ganz nette und lustige Leute.

Livia und Sarah sind im Januar irgendwie doch wieder in den Vineyards gelandet… war aber nicht schlimm, weil wir einen guten Contractor gefunden haben, bei dem wir ca. 2,5 Monate geblieben sind. Die restliche Zeit waren wir entweder arbeitslos oder bei anderen Contractors beschäftigt. Bei der Arbeit haben wir voll coole Einheimische kennengelernt (die meisten davon Maoris), mit manchen von denen haben wir sogar in der Freizeit gechillt :D Die verschiedenen Arbeiten: Leaf-plucking (Blätter ausreißen, damit Luft und Licht an die Trauben kommt), Net-clipping (Netze, die um die Fruit-Zone gespannt sind, mit Plastik-Clips zumachen; gegen Vögel), Second seed & Greens (& Colours) (die, die nich mehr Reif werden je nach Reifestatus rausziehen oder schneiden), Rotten (Schimmel und vergammelte Trauben runterschmeißen), Thinning  (wenn zu viele Trauben an ner Pflanze wachsen mussten wir welche davon rausschneiden, damits aufgelockert wird) und Harvest/Vintage (Ernte).
Einmal hat die Livi irgendwie aus Versehen den Autoschlüssel in den Vineyards verloren, aber glücklicherweise hatten wir nen Ersatz dabei, sonst wären wir ganz schön dumm dagestanden. Und was auch riesig Spaß gemacht hat waren die Traubenschlachten :D Is zwar nicht immer so toll klebrigen Traubensaft in die Haare oder n fettes Traubenbüschel mit voller Wucht gegens Bein zu kriegen, aber des wars wert^^ Die andern Arbeiter (in der einen Gruppe nur Tongas, in der anderen Maoris) haben meistens gesungen oder lustige Sachen gesagt, was die Arbeit um einiges leichter gemacht hat. Es gibt nämlich viele blöde Dinge, die Vineyard-Arbeit so an sich hat. Wir haben eigentlich niemanden dort kennen gelernt, der die Arbeit nicht gehasst hat. Ein Beispiel wäre der Geruch, der nicht mehr rausgeht, sogar die Haut fängt an zu riechen. Die Arbeitsklamotten kann man danach eigentlich wegschmeißen^^. Und nach Tagen, wo viel Traubensaft an die Hände gekommen ist, hat sich die Haut irgendwie dunkel-grau gefärbt, nach ner Zeit (ca. ne Woche)  is sie dann abgegangen :D Trauben haben wir natürlich auch ganz viele gegessen, wenn man sie schon mal frisch und gratis vor der Nase hängen hat :)

Der Ponda war leider inzwischen schon paar Male in der Werkstatt. Einmal aber nur, um WOF (mit TÜV vergleichbar) zu bekommen. Die anderen Sachen waren so was wie Kofferraumdeckel reparieren oder kaputte Scheinwerfer-Glühbirnen. Außer 2 andere Dinge, haha… die warn bisschen dumm^^ Also, man muss wissen, dass ein tiefergelegtes Auto nicht unbedingt das beste Gefährt für Vineyards ist. Man muss seine Fahrspur gut aussuchen, um nicht bei steilen Stellen oder buckeligen Schotterwegen am Boden zu kratzen. Eine von uns hat einen kleinen Pfosten übersehen und is beim Rückwärtsfahren drüber. Eine andere von uns is durch eine Monster-Pfütze. Beide Male ist genau das selbe passiert, nur einmal auf der einen und einmal auf der anderen Seite :D Der Schutzmantel aus Plastik zwischen Reifen und dem Auto (ich hoff, man kann erahnen was gemeint ist, wenn nicht, is auch nicht schlimm :D) Jedenfalls ist dieses Teil zweimal abgegangen :( Hat jedes Mal 40$ gekostet, also zu verschmerzen.
Und obwohl uns der Ponda nun schon knapp 1000$ Reparaturkosten beschert hat, wir sind unendlich froh, dass wir ihn gekauft haben :) 

Ganz liebe Grüße!
Anna, Sarah und Livia

unser wunderschönes Haus 
eines der 11 Mobfotos, die immer an der selben Stelle von unseren Loft-abenden entstanden sind (Livi: sorry  für meinen Gesichtsausdruck^^)

der kleine Ponda wie er durch die Weinreihen cruist :D 

Freitag, 18. Januar 2013

Silvester


Paar Tage nach Weihnachten sind wir zu 12 vom Hostel in Blenheim losgefahren, weil wir geplant hatten, Silvester aufm Happy New Year Festival bei Nelson zu verbringen.

Die Autofahrt ist leider nicht ganz glatt verlaufen. Wir hatten seit wenigen Wochen schon Kühlwasser-Spritzer im Motorraum, haben ein Ventil auswechseln lassen und haben gedacht, dass es sich damit hat. Nur hat des kaputte Ventil irgendwie für ungleiche Druckverhältnisse gesorgt und ein Leck in diesem großen schwarzen Rohr (man merkt: wir kennen uns aus… :D) ganz vorne oben verursacht. Wirkliche Probleme sind aber zum Glück nie entstanden, nur der Fahrer hat wohl alle 10 Sekunden einen nervösen Blick auf die Temperaturanzeige geworfen und im Motorraum war irgendwann alles von einer getrockneten grünlichen Schicht vom auslaufenden Kühlwasser bedeckt. Ein anderer aus unserer Truppe hatte weniger Glück und ein deutlich größeres Leck im Kühler und hat so aus Mangel an Alternativen einmal sogar Apfelsaft als Kühlflüssigkeit nachgeschüttet…(inzwischen stehts aufm Schrottplatz).
2 Nächte haben wir dann noch in Nelson (Übrigens neben Blenheim die Stadt mit den meisten Sonnenstunden Neuseelands!) verbracht, die bis auf die Eröffnung von Sergejs Friseursalon (der besteht sogar heut noch^^) eher ereignislos waren.
Die Fahrt zum Festival hat sich dann insofern schwierig gestaltet, als dass es nicht einen einzigen Wegweiser gab und so sind wir fast ne Stunde lang auf  verlassenen Schotterpisten rumgeirrt (wir hatten bisschen Angst um unser Auto, weil richtig oft aufgekommen sind L). Den ersten Auftritt haben wir schon halb verpasst, dann haben wir endlich das Festivalgelände erreicht und auch sofort den Grund für das Fehlen von jeglichen Wegweisern gefunden: Das Gelände war ungefähr so groß wie ein Fußballplatz. Auch von der Bühne hatten wir uns insgeheim mehr erhofft, dafür war die Lage umso schöner. Die Wiese ist umgeben von einem Fluss inmitten von recht großen Bergen gelegen.
Es würde zu lang dauern, von allen Einzelheiten und Geschehnissen zu schreiben...^^ wir probiern mal das Wichtigste zusammenzufassen: die Musik (Dubstep und Drum’n’Bass) ist ohne Pause 48h durchgelaufen. Der Zeltplatz war direkt hinter der Tanzfläche (unsere Zelte und Autos waren wahrscheinlich nicht mal 100m von den Boxen entfernt), schlafen bei dem Bass und der Lautstärke war nicht so einfach^^
Aber es war insgesamt schon verdammt cool :D

Inzwischen sind wir übrigens wieder zurück in Blenheim, allerdings nur Livia, Anna und Sarah. Die Franzi erkundet im Moment zusammen mit Janina aus Berlin weiter die Südinsel, kommt aber bald wieder hierher (Franzi hat ja leider nicht so viel Zeit wie wir)
Hier haben wir übrigens mit Marie aus Hannover, Flo und Carsten aus Schleswig-Holstein und Daniel und Tob aus Düsseldorf eine Doppelhaushälfte gemietet.
Und unser Auto läuft dank einer Reparatur für 500$ wieder einwandfrei (es wäre nur noch der Kofferraumdeckel zu reparieren) ;)






das Planschbecken war ne ziemliche Attraktion^^




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Freitag, 11. Januar 2013

Stuck in Blenheim


Nach Picton gings dann nach Blenheim, weil uns gesagt wurde, dass man hier die größte Chance hat, Arbeit zu finden (wir haben in letzter Zeit ziemlich viel ausgegeben^^).
Die Stadt an sich ist für Neuseeland-Verhältnisse ziemlich groß und gar nicht so hässlich, wie alle sagen. Aber unbedingt gesehen haben muss man sie auch nicht. Hier sind kaum Touristen, nur arbeitssuchende Backpacker^^
Wir haben dann ungefähr 3 Wochen auf unsere Jobs warten müssen. Aber so schlimm fanden wir’s nicht, denn in der Wartezeit haben wir auch einiges erlebt:

- 3 Kinobesuche (Hobbit, Skyfall und Twilight^^)
- eine Weintour mit dem Fahrrad (Man fährt von Weingut zu Weingut und bekommt da meistens kostenlose Weinproben. Am lustigsten ist es, wenn sich vorher noch jeder eine Flasche beim Special-Angebot im Countdown(Supermarkt) zum halben Preis holt…uns wird schon schlecht, wenn wir jetz nur an Wein denken)
- baden in der Whites Bay
- ein Tagesausflug nach Kaikoura (ganz viele Robben haben wir gesehn J)
- ausgiebige Pokerabende (wir können jetz alle mehr oder weniger gut pokern)
- eine kleine Wanderung auf den Wither Hills

Dann irgendwann haben Livi und Sarah Arbeit auf den Vineyards bekommen. „Bud rubbing“ (die Triebe am Stamm der Pflanze entfernen) und „wire lifting“ (um die Weinpflanzen sind Drähte gespannt, damit sie nicht nach außen wachsen und der Draht muss je nachdem wie weit die Pflanze schon gewachsen ist nach oben „geliftet“ werden.).
Beides nicht unbedingt so Traumjobs, aber sowas muss auch mal sein :D
Franzi und Anna konnten fast zeitgleich in einer Winery anfangen und haben da unter anderem Flaschen kontrolliert und verpackt und so wahrscheinlich mehr Flaschen in einer Woche in der Hand gehabt, als ihr alle daheim in eurem ganzen leben :D

Und dann war Weihnachten.
Die Neuseeländer feiern das ein bisschen anders. Die Dekoration is einfach nur sau greislig, Bäume aus Plastik, ganz bunte Lichterketten, die in komischen Abständen blinken und man tut bisschen so, als wärs Winter.
Heilig Abend is eigentlich unwichtig und am 25. gibt’s BBQ und man fährt an den Strand.
Weihnachten war ganz schön ungewohnt ohne Familie mitten im Sommer und eigentlich wars kein wirkliches Weihnachten^^
An Heilig Abend hat unser Hostel mit dem Partner-Hostel gefeiert und den nächsten Tag haben wir nachm BBQ in der Whites Bay verbracht.

Wir hoffen, dass ihr ein besinnliches Fest hattet! Nächstes Mal feiern wir wieder mit euch J
die ganze Mannschaft vor der Weintour

alle schon bissl angeheitert

die Whites Bay

neidisch?! :P

aufm Weg nach Kaikoura, da lagen viele Robben rum

da Fraanz

die Twins (machen mal wieder Schmarrn^^)


Ponda (so heißt er jetzt) hat den ganzen Tag die  Robben angeschaut :D

Wandern auf den Wither Hills mit 2 Preußen (Flo und Carsten)

wir mussten durch ein Kuhfeld ^^

v.l.n.r.: Franziska E., Sarah K., Anna K., Livia P. (für den Fall, dass ihr unsere Namen vergessen habt)

"Christbaum" 

Weihnachten in der Whites Bay

wir wollten eigentlich ein Foto zu 4., aber das war leider unmöglich

Samstag, 24. November 2012

Sea Kayaking

Nach unserm Crossing sind wir weiter südwärts gefahren, bis nach Wanganui. Da haben wir den Philipp an der Tanke ausgesetzt, der noch weiter nach Süden wollte, und sind n paar Tage in der Stadt geblieben (da sind wir zum ersten Mal mit unserm tiefergelegten Auto auf  der Straße aufgekratzt, weil ein Hubbel mit zu hoher Geschwindigkeit genommen wurde^^).
In Wanganui gabs nicht so viel zu sehen, außer einem skurilen Museum…

Eigentlich wollten wir noch Wellington anschauen (is ja schließlich Neuseelands Hauptstadt), aber da waren alle Hostels ausgebucht, weil die Hobbit-Premiere bevorsteht. Also sind wir einfach durchgefahren, bis zur Fähre.
Nach einer 3-stündigen Fahrt sind wir endlich auf der Südinsel in Picton angekommen.
Picton liegt mitten in den Marlborough Sounds.
Wir wollten die ganze Zeit schon Kajak fahren seit wir in NZ sind und haben uns hier 2 2er Kajaks für einen Tag ausgeliehen.
Nach ner kurzen Sicherheitseinweisung gings raus aufs Meer. Wir hatten perfektes Wetter und sind ziemlich bald zu einem wunderschönen kleinen Strand gekommen, wo wir auch die erste Pause gemacht haben. Da haben wir halbe Ewigkeiten Muscheln gesammelt^^
Als wir dann weitergefahren sind, haben wir schon in der Ferne die Delfine gesehen und deren Platschen gehört. Wir sind noch bisschen weiter gefahren und dann haben wir ne ganze Gruppe auf uns zuschwimmen/-springen sehen. Die sind teilweise direkt unter unseren Kajaks durchgetaucht und nur wenige Meter von uns entfernt aus dem Wasser geschossen gekommen!! :D


Am zweiten Pausenstrand haben wir einen Rochen gesehen, Seesterne sieht man hier auch überall J
Als wir uns auf den Rückweg machen wollten, war der Wind schon ziemlich stark und in Wellen kajaken is ziemlich beschissen^^
Livi und Anna haben einen Mords Sonnenbrand, weil sie zu dumm waren die Jacken anzuziehen^^

Machtses gut, liebe Leut!
J


         






Freitag, 23. November 2012

Tongariro Alpine Crossing

 Am Tag des Crossings sind wir mal wieder nicht rechtzeitig losgekommen (wir mussten nämlich noch n ganzes Stück zum National Park Village zurücklegen und wollten eigentlich um 5:30 in der Früh los) und mit Philipp hatte die arme Franzi noch einen Lahmarsch mehr im Schlepptau, weil der mindestens genauso langsam ist wie Anna, Sarah und Livi zusammen.
Als wir dann kurz vor 6 endlich im Auto saßen, musste die Livi n „bisschen“ aufs Gas treten, weil wir sonst den Shuttle-Bus zum Crossing-Anfang verpasst hätten^^
Pünktlichst(!) angekommen haben wir unser Gepäck schnell ins fensterlose Hostelzimmer geschmissen. Die bemutternde Hosteloma hat uns noch gefragt, ob wir auch ja Handschuhe, Mütze und Regenhose dabei haben (was wir natürlich nicht hatten…).
Der Shuttle-Bus hat uns über ne Schotterpiste zum Anfang vom Crossing gebracht und von da aus sind wir 19,6 km gelaufen. Am Anfang haben wir uns schon fast drüber lustig gemacht, dass die Hosteloma uns geraten hat so viel anzuziehen. Aber nach und nach warn wir ziemlich dankbar für die ganzen Klamotten und Jacken, die wir anhatten.  
Ab dem ersten Anstieg hats angefangen zu regnen, nach kurzer Zeit befanden wir uns in den Wolken und die ersten Schneefelder sind am Rande des Weges aufgetaucht. Gesehen haben wir leider nur die Schuhe des Vordermanns, da wir aufgrund des Regens und des starken seitlichen Windes eine gebückte Haltung eingenommen haben, um unser Gesicht zu schützen :D Und wenn man sich umschauen wollte hatte man nur eine nebelverhangene graue Wand vor sich, in der man hin und wieder bunte Jacken und Rucksäcke entdeckt hat. Es war richtig kalt und wir sind kaum stehen geblieben (wir haben nur mal hinter nem riesigen Fels im Windschatten ne Pause eingelegt). Unsere Hosen waren klitschnass und unsere Ärsche eingefroren. Nach dem Teufelsanstieg gings dann mal durch weite Ebenen und wir sollten eigentlich den „Schicksalsberg“ aus Herr der Ringe zu unserer rechten sehen (haben wir aber leider nicht, wegen des Nebels L aber wir haben uns vorgestellt ihn zu sehen J).
Mal sind wir steil bergauf geklettert, mal sind wir nen sandigen Grat entlang runtergerutscht und sogar durch Schnee gestapft! Die „red craters“ haben wir ebenfalls nicht gesehen. Dafür haben wir die wahrscheinlich strahlendblauen Seen gesehen (wir haben sie nur schwach bläulich wahrgenommen). Den größten See, an dem wir anscheinend direkt vorbei gelaufen sind, haben wir komischerweise überhaupt nicht gesehn^^
Ab und zu standen so Schilder rum, auf denen stand, dass man gewisse Gebiete möglichst schnell durchqueren soll, weil die gesamte Wanderung über aktive Vulkane führt und im Falle eines Ausbruchs würde die Lava da runterfließen (manche Leute sind durchgerannt^^).
Irgendwann hats bissl aufgeklart und wir haben mal wieder die Sonne gesehen J Des letzte Drittel hatten wir dann perfektes Wetter, in dem die Hosen einigermaßen getrocknet sind. Die Äna hatte aufgedunsene Finger von der Kälte^^
Am Ende sind wir durchn Dschungel gewandert, wo wir auch noch nen schönen Wasserfall entdeckt haben.
Auch wenn sich des anhört als hätten wir überhaupt keinen Spaß gehabt, wars eines der schönsten Erlebnisse bisher in Neuseeland! Und wir werden des Crossing vielleicht sogar bei besserem Wetter nochmal machen J
Fünf Tage nach dem Crossing haben wir erfahren, dass der Mt. Tongariro nach 10 Jahren zum ersten mal wieder aktiv geworden ist und ne Menge Asche spuckt. Und weil Experten nicht genau einschätzen können was da noch kommt ist der Track bis auf weiteres gesperrt. Da hatten wir ganz schön Schwein gehabt! :D

Wir empfehlen jedem, der mal nach Neuseeland kommt, die Wanderung zu machen!

die Route


Anfang vom Anstieg (v.l.n.r. Sarah, Philipp, Anna, Livia)

wir haben uns danach über die glücklichen Gesichter gewundert^^



da schauts! wie aktiv des da no is!

beim Wasserfall sind die da rumgeklettert

Taupo

Eine der schönsten Wanderungen der Welt soll das Tongariro-Crossing im Tongariro National Park sein. Von dem haben uns immer mehr Leute in Napier erzählt, bis wir uns gedacht haben, dass wir des auch machen wollen.
Die nächste größere Stadt bei dieser Wanderung ist Taupo, da sind wir dann zu fünft mit nem anderen Deutschen (Philipp), der des auch machen wollte, hingefahren (wir haben ja jetz ein Auto und sogar noch Platz für eine zusätzliche Person^^).
Die Strecke von Napier nach Taupo führt durch ziemlich bergige Landschaft; teilweise ist die empfohlene Geschwindigkeit für manche Kurven auf dem Highway 25 km/h.
Dank eines uns überholenden BMWs haben wir auch schon paar viele Steinschläge in unserer Windschutzscheibe (da wurde n neuer Belag gemacht, deswegen war die Straße voller kleiner Steine). Wir solltens wahrscheinlich bald reparieren lassen, weil es sind wirklich ziemlich viele L
Des war die erste längere Fahrt mir unserm Honda. Und wir haben auch noch keine Automatik-Erfahrungen, z.B. mit 6000 Umdrehungen den Berg hochzufahren hat uns am Anfang bisschen erschreckt :D (ok, war auch n Überholmanöver bergauf, aber trotzdem^^). Ansonsten klappts Fahren eigentlich ziemlich gut.

 In Taupo angekommen wurde uns empfohlen, nen Damm anzuschauen und in nen heißen Bach zu setzen. Haben wir gleich in die Tat umgesetzt (wir haben ja jetz ein Auto^^).
Der Damm war halt son Damm am Lake Taupo, der alle paar Stunden mal geöffnet wird. Dann läuft son Becken voll und dann wird aus nem kleinen Bach n reißender Fluss, war jetz nich so spektakulär, aber zumindest besser, als es sich hier grad anhört^^ Man muss sagen, dass das Wasser kristallblau (Livi: „eisbonbonfarben“) und die Landschaft auch echt cool war.
Danach sind wir zu den hot streams gefahren. Des ist ein Bach, der von der Erdwärme geheizt wird und in einen großen Fluss fließt. Des Wasser war schon ziemlich heiß eigentlich… also länger als 10 Minuten hat mans nicht ausgehalten^^ (am nächsten Tag warn wir noch mal da, weil’s uns so gut gefallen hat)
In Taupo haben wir dann noch die Huka Falls angeschaut, sind halt Wasserfälle irgendwie^^
die hot streams

Wasserfälle mal wieder^^ Neuseeland is voll davon :D

Donnerstag, 22. November 2012

Back to Napier

Nachdem wir uns also 2 Wochen nicht gesehen haben, haben wir uns in Napier wieder getroffen und auch einige Backpacker, die wir von anderen Hostels kannten. Dort haben wir dann auch die nächsten 2 Wochen verbracht. In der Zeit warn wir mit paar anderen (noch mal) am Te Mata Peak (der Berg bei Livi+Sarahs Farm) und einmal haben wir auch ne Wanderung am Cape Kidnappers gemacht, aber wir konnten nicht bis zur Spitze vom Kap gehen, weil wir für Ebbe um halb 6 in der Früh aufstehen hätten müssen^^ (leider sind wir alle immer noch Langschläfer, außer die Franzi :D)
So, des war jetz der langweilige Teil, kommen wir zum interessanteren…
Wir haben ein Auto gekauft! :D
Die Idee wurde uns von paar Menschen schon die ganze Zeit über irgendwie ins Hirn gepflanzt und irgendwann (keine Ahnung, ab wann genau, bestimmt schon ziemlich lang) haben wir dann auch angefangen, ernsthaft über nen Autokauf nachzudenken. Mit den Intercity-Bussen is man zwar auch einigermaßen rumgekommen, aber es is halt einfach nur ein Verbindungsnetz zwischen den Städten. Mit nem Auto kommt man einfach da hin, wo nicht jeder ist J
Wir haben uns dann eins angeschaut, aber bei dem war zu viel zu reparieren. Ansonsten hat die Auswahl im Internet nicht viel hergegeben. Dann sind wir einfach mal zum Autohändler in Napier gegangen und haben mal nachgefragt, was der so da hat. Der hat uns dann ein Auto gezeigt, was uns eigentlich von Anfang an getaugt hat.
Aber weil keiner von uns Ahnung von Autos hat, haben wir einen vom Hostel gefragt, der uns schon vorher beim suchen geholfen hat, ob der vielleicht an Blick drauf werfen könnte^^ Der hat dann gesagt, dass alles passt und er würd sogar nen höheren Preis zahlen, als der Händler uns angeboten hat (des war eh so komisch, der is nach 5 Minuten gleich 1000$ von allein runter gegangen, wir konnten aber beim Kauf nochmal handeln^^). Und dann wurd der Kaufvertrag unterschrieben und bezahlt und die Äna is mit unserem neuen Auto vom Hof gefahren. Hat natürlich statt Blinker den Scheibenwischer angemacht :D (Blinkhebel is rechts^^)
Fahren tuts bis jetz auch ganz gut und der Kofferraum is wirklich riesig!! Kleines Manko: nachdem wir das Auto ne Woche hatten, hat die Livi bei nem Ausflug die Heckklappe aufgemacht und ihr is der Deckel auf den Rücken gefallen... jetz muss halt immer einer dastehen und halten, während der andere aus- oder einladen kann :D
Und eines Tages, so ca 5 Tage nach dem Kauf is uns aufgefallen, dass das Auto irgendwie ziemlich niedrig is… und inzwischen sind wir uns eigentlich sicher, dass es tiefergelegt is :D war uns bisschen peinlich am Anfang, weil keiner von uns so der Typ für n tiefergelegtes Auto is. Und außerdem muss man bei steileren Einfahrten aufpassen, weil es doch schon mal vorkommt, dass man aufkratzt, wenn man zu schnell über nen Hubbel fährt :/

Nochmal zusammengefasst:
Nach was wir gesucht haben (ok, eigentlich haben nie wir gesucht^^): Ein Kombi, großer Kofferraum, bezahlbar (ca 2000$), keine Reparaturen nötig, und nicht hässlich :D
Was wir bekommen haben: ein Honda Accord U.S. Wagon von 1997, Automatik, weinrot, getönte Scheiben hinten, brandneuen Reifen, Schiebedach, einen neuen cam belt (hier n ziemlich wichtiger Faktor beim Autokauf – wir wissen trotzdem nicht was des eigentlich is^^), eine CD von N.E.R.D (is mehr so Gangster-Musik^^), tiefergelegt, kein Radio,(sieht von der Form eher wie ein Kuhfladen oder ne plattgedrückte Seife aus). Nicht dass wir unser Auto jetz wirklich schön finden, aber wir konnten uns nicht erlauben, wählerisch zu sein ;)


Liebe Grüße von uns allen! Tut uns leid, dass wir nicht schon eher gemeldet haben, aber wir versuchen, in Zukunft, wieder regelmäßiger zu schreiben :)

unser erstes Auto :)

Lane 4, kurz vor unserer Ferry nach Picton

Te Mata Peak

beim Cape Kidnappers mit Svatka

wahrscheinlich ein Hai