Freitag, 23. November 2012

Tongariro Alpine Crossing

 Am Tag des Crossings sind wir mal wieder nicht rechtzeitig losgekommen (wir mussten nämlich noch n ganzes Stück zum National Park Village zurücklegen und wollten eigentlich um 5:30 in der Früh los) und mit Philipp hatte die arme Franzi noch einen Lahmarsch mehr im Schlepptau, weil der mindestens genauso langsam ist wie Anna, Sarah und Livi zusammen.
Als wir dann kurz vor 6 endlich im Auto saßen, musste die Livi n „bisschen“ aufs Gas treten, weil wir sonst den Shuttle-Bus zum Crossing-Anfang verpasst hätten^^
Pünktlichst(!) angekommen haben wir unser Gepäck schnell ins fensterlose Hostelzimmer geschmissen. Die bemutternde Hosteloma hat uns noch gefragt, ob wir auch ja Handschuhe, Mütze und Regenhose dabei haben (was wir natürlich nicht hatten…).
Der Shuttle-Bus hat uns über ne Schotterpiste zum Anfang vom Crossing gebracht und von da aus sind wir 19,6 km gelaufen. Am Anfang haben wir uns schon fast drüber lustig gemacht, dass die Hosteloma uns geraten hat so viel anzuziehen. Aber nach und nach warn wir ziemlich dankbar für die ganzen Klamotten und Jacken, die wir anhatten.  
Ab dem ersten Anstieg hats angefangen zu regnen, nach kurzer Zeit befanden wir uns in den Wolken und die ersten Schneefelder sind am Rande des Weges aufgetaucht. Gesehen haben wir leider nur die Schuhe des Vordermanns, da wir aufgrund des Regens und des starken seitlichen Windes eine gebückte Haltung eingenommen haben, um unser Gesicht zu schützen :D Und wenn man sich umschauen wollte hatte man nur eine nebelverhangene graue Wand vor sich, in der man hin und wieder bunte Jacken und Rucksäcke entdeckt hat. Es war richtig kalt und wir sind kaum stehen geblieben (wir haben nur mal hinter nem riesigen Fels im Windschatten ne Pause eingelegt). Unsere Hosen waren klitschnass und unsere Ärsche eingefroren. Nach dem Teufelsanstieg gings dann mal durch weite Ebenen und wir sollten eigentlich den „Schicksalsberg“ aus Herr der Ringe zu unserer rechten sehen (haben wir aber leider nicht, wegen des Nebels L aber wir haben uns vorgestellt ihn zu sehen J).
Mal sind wir steil bergauf geklettert, mal sind wir nen sandigen Grat entlang runtergerutscht und sogar durch Schnee gestapft! Die „red craters“ haben wir ebenfalls nicht gesehen. Dafür haben wir die wahrscheinlich strahlendblauen Seen gesehen (wir haben sie nur schwach bläulich wahrgenommen). Den größten See, an dem wir anscheinend direkt vorbei gelaufen sind, haben wir komischerweise überhaupt nicht gesehn^^
Ab und zu standen so Schilder rum, auf denen stand, dass man gewisse Gebiete möglichst schnell durchqueren soll, weil die gesamte Wanderung über aktive Vulkane führt und im Falle eines Ausbruchs würde die Lava da runterfließen (manche Leute sind durchgerannt^^).
Irgendwann hats bissl aufgeklart und wir haben mal wieder die Sonne gesehen J Des letzte Drittel hatten wir dann perfektes Wetter, in dem die Hosen einigermaßen getrocknet sind. Die Äna hatte aufgedunsene Finger von der Kälte^^
Am Ende sind wir durchn Dschungel gewandert, wo wir auch noch nen schönen Wasserfall entdeckt haben.
Auch wenn sich des anhört als hätten wir überhaupt keinen Spaß gehabt, wars eines der schönsten Erlebnisse bisher in Neuseeland! Und wir werden des Crossing vielleicht sogar bei besserem Wetter nochmal machen J
Fünf Tage nach dem Crossing haben wir erfahren, dass der Mt. Tongariro nach 10 Jahren zum ersten mal wieder aktiv geworden ist und ne Menge Asche spuckt. Und weil Experten nicht genau einschätzen können was da noch kommt ist der Track bis auf weiteres gesperrt. Da hatten wir ganz schön Schwein gehabt! :D

Wir empfehlen jedem, der mal nach Neuseeland kommt, die Wanderung zu machen!

die Route


Anfang vom Anstieg (v.l.n.r. Sarah, Philipp, Anna, Livia)

wir haben uns danach über die glücklichen Gesichter gewundert^^



da schauts! wie aktiv des da no is!

beim Wasserfall sind die da rumgeklettert

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